Die Integration von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in Hochschullehre erfolgt auf vielen Ebenen – von der Umgestaltung einzelner Module bis hin zu einem Whole-Institution-Ansatz. In dieser Arbeit liegt der Fokus auf der Frage, wie es gut gelingen kann, inter- und transdisziplinäre projektorientierte Lehre inhaltlich und strukturell quer in einer Hochschule zu verankern. Die disziplinäre Weiterentwicklung von Modulen oder Studiengängen liegt heute in der Verantwortung von Fachbereichen oder vergleichbarer Strukturen. Daher entstehen dort aus sehr unterschiedlichen disziplinären Perspektiven heraus je nach Studiengang sehr unterschiedliche Ergebnisse. Ein Whole-Institution-Ansatz hingegen wäre für viele Hochschulen zu transformativ. Zwischen diesen beiden Möglichkeiten existiert ein weiter Spielraum. Wie dieser Raum möglichst strukturiert genutzt werden kann um BNE zu verankern, dafür werden essentielle Voraussetzungen und Gelingensbedingungen identifiziert. Grundlage der Studie sind eigene Aktivitäten zur Einrichtung von hier „Studienfeld“ genannten thematisch fokussierten interdisziplinären und fachgebietsübergreifenden Lehr/Lern-Angeboten an der Hochschule Darmstadt. Ausgehend vom inzwischen gut etablierten Verständnis von BNE und den grundlegenden Kompetenzen, die vermittelt werden sollen, sowie in Abgrenzung von disziplinärer Lehre stellt inter- und transdisziplinäre projektorientierte Lehre einen besonderen Mehrwert für Hochschulen dar. Dies umso mehr, da sich diese ohne größere Eingriffe in vorhandene Strukturen und Studiengänge als Wahlpflichtangebot etablieren lässt. Relevante Gelingensbedingungen innerhalb der Organisation sind dann ein verbindliches Umfeld, strategische Orientierung, Neugier, gemeinsame Sprache, Nutzen des reichhaltigen Wissens über BNE, unterstützende Strukturen für die technische Abwicklung und Akkreditierung, sowie eine Einbettung in das gesellschaftliche Umfeld der Hochschule.

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Gelingensbedingungen für den Aufbau fachübergreifender inter- und transdisziplinärer BNE

  • Sven Linow

摘要

Die Integration von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in Hochschullehre erfolgt auf vielen Ebenen – von der Umgestaltung einzelner Module bis hin zu einem Whole-Institution-Ansatz. In dieser Arbeit liegt der Fokus auf der Frage, wie es gut gelingen kann, inter- und transdisziplinäre projektorientierte Lehre inhaltlich und strukturell quer in einer Hochschule zu verankern. Die disziplinäre Weiterentwicklung von Modulen oder Studiengängen liegt heute in der Verantwortung von Fachbereichen oder vergleichbarer Strukturen. Daher entstehen dort aus sehr unterschiedlichen disziplinären Perspektiven heraus je nach Studiengang sehr unterschiedliche Ergebnisse. Ein Whole-Institution-Ansatz hingegen wäre für viele Hochschulen zu transformativ. Zwischen diesen beiden Möglichkeiten existiert ein weiter Spielraum. Wie dieser Raum möglichst strukturiert genutzt werden kann um BNE zu verankern, dafür werden essentielle Voraussetzungen und Gelingensbedingungen identifiziert. Grundlage der Studie sind eigene Aktivitäten zur Einrichtung von hier „Studienfeld“ genannten thematisch fokussierten interdisziplinären und fachgebietsübergreifenden Lehr/Lern-Angeboten an der Hochschule Darmstadt. Ausgehend vom inzwischen gut etablierten Verständnis von BNE und den grundlegenden Kompetenzen, die vermittelt werden sollen, sowie in Abgrenzung von disziplinärer Lehre stellt inter- und transdisziplinäre projektorientierte Lehre einen besonderen Mehrwert für Hochschulen dar. Dies umso mehr, da sich diese ohne größere Eingriffe in vorhandene Strukturen und Studiengänge als Wahlpflichtangebot etablieren lässt. Relevante Gelingensbedingungen innerhalb der Organisation sind dann ein verbindliches Umfeld, strategische Orientierung, Neugier, gemeinsame Sprache, Nutzen des reichhaltigen Wissens über BNE, unterstützende Strukturen für die technische Abwicklung und Akkreditierung, sowie eine Einbettung in das gesellschaftliche Umfeld der Hochschule.