Verfolgung, Deportation
摘要
Die Erfahrung der eigenen Ausgrenzung, die Ilse Aichinger als sogenannte ‚Halbjüdin‘ macht, und ihre existenzielle Gefährdung, die seit der Volljährigkeit durch das Zusammenleben mit der im Versteck lebenden, laut NS-Terminologie ‚volljüdischen‘ Mutter auch für sie besteht, ganz zentral aber die Deportation der Großmutter und naher Verwandter, die sie als Augenzeugin miterlebt, prägen Leben und Werk Ilse Aichingers. Dem frühen Roman Die größere Hoffnung bis hin zu den sich zunehmend verknappenden, späten Texten, allen voran den topografischen Erkundungen Wiens in den Unglaubwürdige Reisen, sind Erinnerungen an Verfolgung, Deportation und Ermordung eingeschrieben.