Erinnern, Wiederholen
摘要
Die Erinnerung an den Nationalsozialismus und die kritische Auseinandersetzung mit der Shoah gehören zu den meistdiskutierten Aspekten von Ilse Aichingers Werk. Dabei werden ihre Texte aufgrund ihrer Biografie wie auch des ihr Werk prägenden ethischen Imperativs des Erinnerns im Diskurs eines ‚Schreibens nach Auschwitz‘ verortet. Aichingers Spätwerk hat Debatten über das Thema Erinnerung angeregt, insbesondere zum Verhältnis von Gedächtnis und Topografie. Die Themenkomplexe ‚Erinnerung und Trauma‘ sowie ‚Erinnerung und Wiederholung‘ sind in ihrem Werk mit der Notwendigkeit des Schreibens nach der Shoah eng verbunden. Durch verschiedene narrative Techniken wird die Verbindung zwischen Topografie und Erinnerung, das Verhältnis von individuellem und kollektivem Gedächtnis, Formen latenter Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Trauma zur Darstellung gebracht.