Autobiografie, Autofiktion
摘要
Aichingers Schreiben ist stets auf ihre Biografie bezogen, gibt davon aber wenig preis. Es zielt darauf, Zeugenschaft abzulegen, die Abwesenden in der Erinnerung zu vergegenwärtigen und die eigene Person zum Verschwinden zu bringen. Die Texte bieten dem Leser den autobiografischen und den fiktionalen Pakt in unterschiedlicher Ausprägung an: Die größere Hoffnung ist ein fiktionaler Text mit unübersehbar autobiografischem Hintergrund. Die Erinnerungstexte in Kleist, Moos, Fasane sind explizit autobiografisch. Das feuilletonistische Spätwerk erscheint als vielstimmige, dezentrierte Autobiografie ohne Ich, die Erlebtes und Erfahrenes in permanenter Umschreibung vor dem Vergessen bewahrt.