Unglaubwürdige Reisen
摘要
Ilse Aichingers Unglaubwürdige Reisen (2005) versammelt Prosaminiaturen, die als Feuilleton-Kolumnen ursprünglich im Zeitungskontext entstanden sind. Sie haben einen gemeinsamen Bezugspunkt darin, dass tagesaktuelle Ereignisse Ausgangspunkte für imaginäre Reisen in die Familien- und Zeitgeschichte bilden und Schreibweisen der inter- und intratextuellen Vernetzung eine Poetik des Exils formieren, die mit ihrer Kritik an institutionellen Formen des Gedenkens und des kulturellen Erinnerns die verfolgten und ermordeten Juden in der Gegenwart anwesend hält.