Wüsten und Oasen. Überlegungen zur Weltlichkeit der Kunst bei Hannah Arendt
摘要
Arendt stellt ihre Reflexion auf die Dinglichkeit der Kunst in einen explizit zeitpolitischen Horizont. Über das Motiv von ‚Wüsten und Oasen‘ ist es mit ihren Totalitarismusstudien und der „Einführung in die Politik“ verschränkt. Gegen die fortdauernde Verwüstung der ‚Welt‘ im Zuge der strukturellen Gewalt totalitärer Systeme und gegen die positivistischen, fortschrittsorientierten Wissenschaftsideale der Nachkriegszeit und deren Geschichtsvergessenheit positioniert Arendt die Kunst als Reflexionsmedium sowohl in Hinsicht auf eine kritische Auseinandersetzung mit dem Traditionsbruch und den Verstörungen der Moderne als auch als Medium eines ‚Amor mundi‘, eines intersubjektiven Einstehens für die gemeinsame Welt.