Einleitung: Hannah Arendt und die Weltlichkeit der Künste
摘要
Die hier vorgelegte Buchpublikation Hannah Arendt und die Weltlichkeit der Künste geht auf eine internationale Tagung zurück, die an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) in Kooperation des Forschungsbereichs Ästhetik (ZHdK) mit der Hannah Arendt Edition. Kritische Gesamtausgabe (Freie Universität Berlin) vom 17.–19. November 2022 stattgefunden hat. Wie der Titel bereits ankündigt, machen es sich die hier zusammengeführten Beiträge zur Aufgabe, darüber zu reflektieren, inwieweit und in welcher Hinsicht Konzeptionen von Kunst, künstlerischer bzw. kultureller Praxis sowie Ansätze der Kunstphilosophie in Hannah Arendts Theoriebildung hineinwirken. Prominent formuliert sie etwa in dem 1962 in deutscher Sprache publizierten Buch Vita activa: „Kunstwerke sind die beständigsten und darum die weltlichsten aller Dinge“ (Arendt 2002, S. 202). („Because of their outstanding permancence, works of art are the most intensely worldly of all tangible things; their durability is almost untouched by the corroding effect of natural processes“ (Arendt 1958, S. 167).) Und Arendt betont in diesem Zusammenhang die spezifische nicht nur quantitative, sondern vor allem qualitative Differenz von Kunstwerken im Verhältnis zu anderen ‚hergestellten‘ Dingen.