Kapitel 11 behandelt Zweispurmodelle zur vereinfachten, aber realitätsnahen Beschreibung der Fahrzeugdynamik auf Basis der klassischen technischen Mechanik. Ziel ist es, dem Leser Ansätze zu geben, um eigene an seine Bedürfnisse angepasste Modelle entwickeln zu können. Zunächst wird ein räumliches Zweispurmodell ohne Radaufhängungskinematik vorgestellt. Dieses Ersatzmodell verzichtet auf die Abbildung der kinematischen Radaufhängung, d. h. die Räder sind lediglich über Feder- und Dämpferelemente mit dem Fahrzeugaufbau verbunden. Das Modell ist besonders für grundlegende Untersuchungen oder einfache Fahrsimulatoranwendungen geeignet. Es berücksichtigt 14 Freiheitsgrade, darunter die Translationen und Rotationen des Fahrzeugaufbaus sowie die Vertikalbewegungen der einzelnen Räder. Der Lenkwinkel wird als Eingangsgröße definiert. Nachfolgend wird ein allgemeineres Zweispurmodell eingeführt, das auch komplexere Radaufhängungen abbilden kann. Dieses kann an spezifische Kinematiken angepasst werden, um detailliertere Analysen zu ermöglichen. Insgesamt vermittelt das Kapitel, wie mit überschaubaren Modellannahmen bereits funktionale und praxisnahe Darstellungen der Fahrzeugdynamik erstellt werden können, die sich für viele ingenieurtechnische Fragestellungen eignen, ohne den Rechenaufwand bei Simulationen zu sehr zu erhöhen.

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Zweispurmodelle

  • Dieter Schramm,
  • Frédéric Etienne Kracht,
  • Philipp Maximilian Sieberg

摘要

Kapitel 11 behandelt Zweispurmodelle zur vereinfachten, aber realitätsnahen Beschreibung der Fahrzeugdynamik auf Basis der klassischen technischen Mechanik. Ziel ist es, dem Leser Ansätze zu geben, um eigene an seine Bedürfnisse angepasste Modelle entwickeln zu können. Zunächst wird ein räumliches Zweispurmodell ohne Radaufhängungskinematik vorgestellt. Dieses Ersatzmodell verzichtet auf die Abbildung der kinematischen Radaufhängung, d. h. die Räder sind lediglich über Feder- und Dämpferelemente mit dem Fahrzeugaufbau verbunden. Das Modell ist besonders für grundlegende Untersuchungen oder einfache Fahrsimulatoranwendungen geeignet. Es berücksichtigt 14 Freiheitsgrade, darunter die Translationen und Rotationen des Fahrzeugaufbaus sowie die Vertikalbewegungen der einzelnen Räder. Der Lenkwinkel wird als Eingangsgröße definiert. Nachfolgend wird ein allgemeineres Zweispurmodell eingeführt, das auch komplexere Radaufhängungen abbilden kann. Dieses kann an spezifische Kinematiken angepasst werden, um detailliertere Analysen zu ermöglichen. Insgesamt vermittelt das Kapitel, wie mit überschaubaren Modellannahmen bereits funktionale und praxisnahe Darstellungen der Fahrzeugdynamik erstellt werden können, die sich für viele ingenieurtechnische Fragestellungen eignen, ohne den Rechenaufwand bei Simulationen zu sehr zu erhöhen.