Das Können des Todes. Martin Heidegger über Zukunft, Möglichkeit und Geheimnis
摘要
Die Beschäftigung mit Tod und Sterben hat in der abendländischen Philosophie und Lebenskunst eine lange Geschichte, die von Platon über Seneca und Montaigne bis in die Gegenwart zu Tugendhat und Jankélévitch reicht. Martin Heidegger macht vor diesem Hintergrund in seiner existentiellen Perspektive darauf aufmerksam, dass Menschen grundlose und zugleich zukünftige Wesen sind, die den Sinn und die Bedeutung ihres Lebens nur im Hinblick auf ihr eigenes Ende gewinnen können. Im Kontext einer Kritischen Lebenskunst lassen sich Heideggers Einlassungen als Entwicklung zu einem Todesverständnis verstehen, das sich von einer Verdrängung des Todes (in die Medizin) freizumachen versucht, das dafür plädiert, endlich zu leben, das sein Leben mit dem Bezug zum Tod weiterentwickeln möchte und das schließlich dabei ein dichterisches Verhältnis zum Tod gewinnen soll.