Wird Martin Heideggers Denken über die Technik häufig ein zivilisationskritischer, kulturkonservativer und anti-aufklärerischer Impetus zugeschrieben, führt dies schnell zu dem Verdikt, dass eine aus Heideggers Denken zu gewinnende ‚Lebenskunst‘ eher auf autoritäre, völkische Lebensformen verweist, die ihre Bestätigung in ‚Geschick‘ oder ‚Schicksal‘ einer alternativen Seinsgeschichte oder dem kontemplativen Denken abseits öffentlicher Diskurse sucht, und kaum etwas zu einem Verständnis von ‚komplexen Gesellschaften‘ beiträgt. Dieser Kritik begegnend, führt der Beitrag Heideggers „Frage nach der Technik“ mit dem Freiburger Sozialphänomenologen und Husserl-Schüler Eugen Fink daraufhin weiter, wie wir aus einer Auseinandersetzung mit sozialen Technologien Möglichkeiten gewinnen können, uns darüber neu zu verständigen, was das eigentlich ist, was wir ‚Gesellschaft‘ nennen. Dies kann ein Ausblick auf eine ‚soziale Lebenskunst‘ sein, die sich der Aufgabe stellt, was eine plurale Gestaltung von Gesellschaft und Öffentlichkeit ausmacht.

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Zugänge zur Welt des Sozialen: Kunst, Technik, Politik bei Martin Heidegger und Eugen Fink

  • Annette Hilt

摘要

Wird Martin Heideggers Denken über die Technik häufig ein zivilisationskritischer, kulturkonservativer und anti-aufklärerischer Impetus zugeschrieben, führt dies schnell zu dem Verdikt, dass eine aus Heideggers Denken zu gewinnende ‚Lebenskunst‘ eher auf autoritäre, völkische Lebensformen verweist, die ihre Bestätigung in ‚Geschick‘ oder ‚Schicksal‘ einer alternativen Seinsgeschichte oder dem kontemplativen Denken abseits öffentlicher Diskurse sucht, und kaum etwas zu einem Verständnis von ‚komplexen Gesellschaften‘ beiträgt. Dieser Kritik begegnend, führt der Beitrag Heideggers „Frage nach der Technik“ mit dem Freiburger Sozialphänomenologen und Husserl-Schüler Eugen Fink daraufhin weiter, wie wir aus einer Auseinandersetzung mit sozialen Technologien Möglichkeiten gewinnen können, uns darüber neu zu verständigen, was das eigentlich ist, was wir ‚Gesellschaft‘ nennen. Dies kann ein Ausblick auf eine ‚soziale Lebenskunst‘ sein, die sich der Aufgabe stellt, was eine plurale Gestaltung von Gesellschaft und Öffentlichkeit ausmacht.