Ein moderner Beckenbodenchirurg muss zunächst wie ein Architekt und dann wie ein Ingenieur denken: wie ein Architekt, um die Form der Rekonstruktion zu entwerfen; wie ein Ingenieur, um die Konstruktion stabil zu halten. Die rekonstruktive Beckenbodenchirurgie, die sich aus der Integraltheorie ergibt, unterscheidet sich vom klassischen operativen Vorgehen in 4 wichtigen Punkten: Sie ist minimalinvasiv und zielt auf eine kurzstationäre Behandlung ab. Sie betrachtet eine Beckenbodendysfunktion als ein einheitliches, miteinander zusammenhängendes Geschehen und versucht, abzugrenzen, wie stark die einzelnen Zonen der Scheide an einer gestörten Funktion beteiligt sind. Sie hat einen symptombezogenen Schwerpunkt, der sich im grafischen Diagnosealgorithmus widerspiegelt. Die üblicherweise rein chirurgische Sichtweise wird dahingehend erweitert, dass auch Fälle mit gering verändertem anatomischem Befund, aber erheblichen Beschwerden operiert werden. Sie basiert auf chirurgischen Grundprinzipien, die das Ziel haben, Komplikationen, Schmerzen oder Beschwerden auf ein Minimum zu senken.

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Grundlagen der rekonstruktiven Beckenbodenchirurgie unter Berücksichtigung der Integraltheorie

  • Klaus Goeschen,
  • Alpaslan Caliskan,
  • Ion-Andrei Müller-Funogea,
  • Bernhard Liedl

摘要

Ein moderner Beckenbodenchirurg muss zunächst wie ein Architekt und dann wie ein Ingenieur denken: wie ein Architekt, um die Form der Rekonstruktion zu entwerfen; wie ein Ingenieur, um die Konstruktion stabil zu halten. Die rekonstruktive Beckenbodenchirurgie, die sich aus der Integraltheorie ergibt, unterscheidet sich vom klassischen operativen Vorgehen in 4 wichtigen Punkten: Sie ist minimalinvasiv und zielt auf eine kurzstationäre Behandlung ab. Sie betrachtet eine Beckenbodendysfunktion als ein einheitliches, miteinander zusammenhängendes Geschehen und versucht, abzugrenzen, wie stark die einzelnen Zonen der Scheide an einer gestörten Funktion beteiligt sind. Sie hat einen symptombezogenen Schwerpunkt, der sich im grafischen Diagnosealgorithmus widerspiegelt. Die üblicherweise rein chirurgische Sichtweise wird dahingehend erweitert, dass auch Fälle mit gering verändertem anatomischem Befund, aber erheblichen Beschwerden operiert werden. Sie basiert auf chirurgischen Grundprinzipien, die das Ziel haben, Komplikationen, Schmerzen oder Beschwerden auf ein Minimum zu senken.