Überleitung
摘要
Der dritte Teil widmet sich drei wesentlichen, weiterführenden Aspekten der von Hegels ‚Konstellation‘ (Dieter Henrich) und der ersten kritischen Shakespeare-Philologie (Margreta de Grazia) ermöglichten Rezeption, in denen Shakespeareforschung über die gewonnene Eigendynamik des übernationalen Wirkungsphänomens, das sie geworden ist, hinausgeht, und in denen über die vielfältigen wirkungsgeschichtlichen Faktoren hinaus eine spezifisch literatur-wissenschaftliche Errungenschaft sichtbar wird. Das ist zum einen, aktuellsten, das wissenschaftsgeschichtliche Interesse, das den Naturbegriff der ‚sciences‘ betrifft, und zum zweiten das gewachsene Bewusstsein der literaturwissenschaftlichen Unzulänglichkeit gegenüber der spezifisch ästhetischen Gegebenheit literarischer Texte. Es handelt sich also um eine verdoppelte Provokation im Sprachlichen, die in zwei Gegebenheitsweisen des literarisch Latenten zu untersuchen ist: auf der einen Seite im Andrängen eines nicht mehr zurückgebundenen Berechneten (das in seiner Zeit ohne lebensweltliche Chance war) und auf der anderen Seite um die gestiegenen Ansprüche an das kritisch zu Bewältigende. Als vermittelndes Moment steht unter den gewachsenen Anforderungen an ein historisches Bewusstseins die Angemessenheitsfrage der mitspielenden, aber verdrängten Anteile an.