Aus den allgemeinen Betrachtungen folgt, dass sich die Beteiligten einem Paradigmenwechsel stellen müssen. Die Globalisierung der Märkte wird einheitliche Regeln erzwingen. Die Ziele müssen international umfassender und interpretationsfreier definiert werden. Das Risikomanagement ist als zielführende Vorgehensweise einzuführen und dabei ist die zunehmende Dysbalance zwischen wirtschaftlicher und politischer Macht einzubeziehen. Für die Zukunft stellt sich daneben die Aufgabe, die Resilienz im technischen Bereich umfassend zu definieren und dauerhaft anzustreben. Die Regelungen für den Gefahrguttransport sollten der notwendigen Berufsausbildung mehr Beachtung zollen. Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft stehen im Spannungsfeld „Ausbildung und/oder Zertifizierung?“. Der Mensch ist neben Technik und Organisation wichtig für sichere Prozesse. Und da dieses Gefahrgutrecht europaweit gilt und sogar darüber hinaus verbindlich angewandt wird, ist es genauso wichtig, dass alle beteiligten Menschen möglichst über gleiche Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen. Das heutige System der Beförderung gefährlicher Güter kann weiter optimiert werden. Der Paradigmenwechsel von bisher nur mittelbar wirkenden UN-Empfehlungen hin zu unmittelbare Wirkung entfaltenden UN-Vorschriften könnte gewagt werden. Um ein einheitliches Problembewusstsein zu schaffen und ausreichende Planungssicherheit zu gewährleisten, müssten alle Betroffenen ihre Überlegungen für die Fortentwicklung und Anregungen zum Paradigmenwechsel einbringen können. Ein Symposium unter der Schirmherrschaft des Committee of Experts on the Transport of Dangerous Goods erscheint dabei das geeignete Instrument. Wenn die Gemeinschaft bei ECOSOC dem Beispiel der PATRAM für die Behandlung der Fragen zur Klasse 7 folgen möchte, dann sollte sie den Startschuss für ein umfassendes Symposium SToReS (Safe Transport of Reaktive Substances) geben.

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Zukünfte

  • Bernd Schulz-Forberg,
  • Mario Eiben

摘要

Aus den allgemeinen Betrachtungen folgt, dass sich die Beteiligten einem Paradigmenwechsel stellen müssen. Die Globalisierung der Märkte wird einheitliche Regeln erzwingen. Die Ziele müssen international umfassender und interpretationsfreier definiert werden. Das Risikomanagement ist als zielführende Vorgehensweise einzuführen und dabei ist die zunehmende Dysbalance zwischen wirtschaftlicher und politischer Macht einzubeziehen. Für die Zukunft stellt sich daneben die Aufgabe, die Resilienz im technischen Bereich umfassend zu definieren und dauerhaft anzustreben. Die Regelungen für den Gefahrguttransport sollten der notwendigen Berufsausbildung mehr Beachtung zollen. Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft stehen im Spannungsfeld „Ausbildung und/oder Zertifizierung?“. Der Mensch ist neben Technik und Organisation wichtig für sichere Prozesse. Und da dieses Gefahrgutrecht europaweit gilt und sogar darüber hinaus verbindlich angewandt wird, ist es genauso wichtig, dass alle beteiligten Menschen möglichst über gleiche Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen. Das heutige System der Beförderung gefährlicher Güter kann weiter optimiert werden. Der Paradigmenwechsel von bisher nur mittelbar wirkenden UN-Empfehlungen hin zu unmittelbare Wirkung entfaltenden UN-Vorschriften könnte gewagt werden. Um ein einheitliches Problembewusstsein zu schaffen und ausreichende Planungssicherheit zu gewährleisten, müssten alle Betroffenen ihre Überlegungen für die Fortentwicklung und Anregungen zum Paradigmenwechsel einbringen können. Ein Symposium unter der Schirmherrschaft des Committee of Experts on the Transport of Dangerous Goods erscheint dabei das geeignete Instrument. Wenn die Gemeinschaft bei ECOSOC dem Beispiel der PATRAM für die Behandlung der Fragen zur Klasse 7 folgen möchte, dann sollte sie den Startschuss für ein umfassendes Symposium SToReS (Safe Transport of Reaktive Substances) geben.