Das Risiko der Freisetzung von gefährlichen Gütern wird einerseits von der Güte der Umschließung (Verpackung, Tank etc.) und andererseits von dem gefährlichen Gut selbst umrissen. Vergleicht man die Menge der transportierten gefährlichen Güter mit der Güterbeförderung insgesamt, so zeigt sich, dass der Gefahrgutbereich nur einen recht kleinen Anteil hat. Um die Wirksamkeit der Regeln im Bereich der Beförderung gefährlicher Güter beurteilen zu können, spielt zudem die Unfallentwicklung eine bedeutende Rolle. Der Anteil der Unfälle mit Gefahrgutaustritt bezogen auf die Gesamtunfälle lag in Deutschland bspw. im Jahr 2022 im Straßenverkehr nur bei ca. 0,5 %. Dieses sehr niedrige Niveau wird mit einem funktionsfähigen Netzwerk erreicht, was neben der Umschließungsgüte Elemente wie den Gefahrgutbeauftragten, den „Gefahrgutführerschein“, die EU-weite Kontrollrichtlinie und die Pflicht zur Anfertigung eines Unfallberichtes bei schweren Unfällen oder Zwischenfällen einschließt. Besonders große Unfälle waren, sind und werden immer Trigger zur Überprüfung der Regeln sein. Hierzu werden schlaglichtartig Unfälle großen Ausmaßes aufgelistet und die Folgen für Deutschland beschrieben (z. B. Herborn 1987). Die Aufgabe der Gefahrgutregeln besteht darin, das erlaubte Risiko vom unzulässigen zu trennen und dieses Technikfeld präventiv zu gestalten, indem die Schutzziele und die wesentlichen Wirkvorschriften so umfassend definiert und festgelegt werden, dass sich alle nachfolgenden Regelteile zweifelsfrei daraus ableiten lassen. Hierfür wird ein Blick auf das Thema „Risikobewertung“ geworfen.

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Risikobetrachtung

  • Bernd Schulz-Forberg,
  • Mario Eiben

摘要

Das Risiko der Freisetzung von gefährlichen Gütern wird einerseits von der Güte der Umschließung (Verpackung, Tank etc.) und andererseits von dem gefährlichen Gut selbst umrissen. Vergleicht man die Menge der transportierten gefährlichen Güter mit der Güterbeförderung insgesamt, so zeigt sich, dass der Gefahrgutbereich nur einen recht kleinen Anteil hat. Um die Wirksamkeit der Regeln im Bereich der Beförderung gefährlicher Güter beurteilen zu können, spielt zudem die Unfallentwicklung eine bedeutende Rolle. Der Anteil der Unfälle mit Gefahrgutaustritt bezogen auf die Gesamtunfälle lag in Deutschland bspw. im Jahr 2022 im Straßenverkehr nur bei ca. 0,5 %. Dieses sehr niedrige Niveau wird mit einem funktionsfähigen Netzwerk erreicht, was neben der Umschließungsgüte Elemente wie den Gefahrgutbeauftragten, den „Gefahrgutführerschein“, die EU-weite Kontrollrichtlinie und die Pflicht zur Anfertigung eines Unfallberichtes bei schweren Unfällen oder Zwischenfällen einschließt. Besonders große Unfälle waren, sind und werden immer Trigger zur Überprüfung der Regeln sein. Hierzu werden schlaglichtartig Unfälle großen Ausmaßes aufgelistet und die Folgen für Deutschland beschrieben (z. B. Herborn 1987). Die Aufgabe der Gefahrgutregeln besteht darin, das erlaubte Risiko vom unzulässigen zu trennen und dieses Technikfeld präventiv zu gestalten, indem die Schutzziele und die wesentlichen Wirkvorschriften so umfassend definiert und festgelegt werden, dass sich alle nachfolgenden Regelteile zweifelsfrei daraus ableiten lassen. Hierfür wird ein Blick auf das Thema „Risikobewertung“ geworfen.