2011–2020: Das Jahrzehnt im Zeichen des Klimawandels. Der Klimawandel mutiert zur Klimakrise
摘要
Ein Jahrzehnt mit vielen neuen Temperaturrekorden und einem weiteren Temperaturanstieg. Die aufeinanderfolgenden Hitzedürren, das Jahrhunderthochwasser 2013 und eine große Zahl von schweren Orkanen führen die Dramatik des Klimawandels vor Augen. Beim Hochwasser 2013 und beim Orkan Friederike erweisen sich soziale Medien als eine neue Form der Katastrophenbewältigung und geben Einblicke in die Wahrnehmung. Der Klimawandel steht im Fokus von Öffentlichkeit, Politik und Medien. Selbst Corona ändert daran nur kurzfristig etwas. Immerhin schwächen sich die CO2-Emissionen in diesem Jahrzehnt etwas ab. Sie steigen nur noch mit 0,9 % pro Jahr. Es ist das Jahrzehnt der Transformation und der Erneuerbaren. Dazu gibt es eine enge Taktung neuer Regelungen. Andererseits mutiert der Klimawandel zur Klimakrise. Mit dem Pariser Abkommen von 2015 und der 1,5°-Grad-Grenze wird ein Jahrhundertwert auf den Weg gebracht und eine vielzitierte Referenz geschaffen; Fridays for Future mobilisiert in unerwarteter Dimension die Massen und bedeutet einen definitiven Gender Turn. Es ist die Dekade, in der Klimaklagen vor Gericht kommen und der Klimawandel personifiziert wird. Man hat das Gefühl, dass der Klimawandel durchstartet und auf einen breiten Konsens in der Gesellschaft trifft.