Farbdopplersonografie bei fetalen Herzfehlern
摘要
Ende der 1980er-Jahre wurde die Farbdopplersonografie zur Untersuchung des fetalen Herzens eingeführt. Inzwischen gehört diese Methode nicht nur zu der gezielten fetalen Echokardiografie (Chaoui et al. 2008; Lee et al. 2008), sondern sie wird zunehmend routinemäßig auch in der Screening-Untersuchung des fetalen Herzens eingesetzt (Carvalho et al. 2023). In den neulich erschienen Leitlinien der internationalen Gesellschaft für Ultraschall in der Gynäkologie und Geburtshilfe (ISUOG) wird ermutigt die Farbdopplersonografie routinemäßig im Screening auf Herzfehler einzusetzen, da ihre Anwendung die Beurteilung der Anatomie des Vierkammerblicks und des Abgangs und Verlaufs der großen Gefäßen erleichtert (Carvalho et al. 2023). Dabei hilft die Farbdopplersonografie nicht nur in der Erfassung der Hämodynamik unter physiologischen und pathologischen Bedingungen, sondern wird sie in Screening-Untersuchungen auch eingesetzt, um die kardialen Strukturen besser abzugrenzen, wie z. B. in der Frühschwangerschaft oder bei eingeschränkten Sichtbedingungen bei hohem maternalen Body-Mass-Index (Carvalho et al. 2023; Bilardo et al. 2023). Die Spektraldopplersonografie am Herzen wurde an anderer Stelle in diesem Buch besprochen. Die Farbdopplersonografie ist im Vergleich zur Spektraldopplertechnik in vielerlei Hinsicht leichter zu handhaben. Sie verschafft eine sofortige Übersicht über die allgemeine Hämodynamik mit einem raschen Erkenntnisgewinn. Im Gegensatz zum Spektraldoppler gibt sie aber lediglich eine deskriptive Information über die Blutflüsse wieder (keine Quantifizierung!). Spektral- und farbkodierter Doppler können sich insofern ergänzen, als die Farbe als Orientierungshilfe herangezogen wird, um dann die Messmarke des Spektraldopplers in das gewünschte Gebiet einzusetzen und somit gezielt die Geschwindigkeiten abzuleiten.