In diesem Kapitel wird die Wertigkeit der Dopplersonografie im Abgleich mit anderen Überwachungsverfahren erörtert und die Pathophysiologie bei fetaler Beeinträchtigung erläutert. Zu den biophysikalischen Überwachungsmethoden gehören neben der Dopplersonografie die Kardiotokografie (CTG), alle CTG-basierten Untersuchungsverfahren wie die computergestützte CTG-Analyse, der Wehenbelastungstest bzw. der vibroakustische Simulationstest sowie die Kontrolle der fetalen Bewegungsaktivität und Verhaltenszustände. Die bislang vorliegenden Untersuchungen in Low-Risk-Kollektiven ergab bei Nutzung der Kardiotokografie und auch der Dopplersonografie bisher keinen signifikanten Vorteil bezüglich perinataler Morbidität und Mortalität, teilweise aber eine Zunahme daraus resultierender Interventionen. Dies gilt insbesondere für das CTG ohne flankierende andere Überwachungsmethoden. Normale Untersuchungsbefunde stellen jedoch auch hier eine hochgradige Rückversicherung für ein unbeeinträchtigtes Kind dar. Im Risikokollektiv sollten auch bei unauffälligen Untersuchungsbefunden die biophysikalischen Überwachungsverfahren bis zur Entbindung als sicherer Beleg für ausreichende fetale Reserven genutzt werden. Eine weitere Intensivierung der fetalen Zustandsdiagnostik, insbesondere eine Verkürzung der Überwachungsintervalle ist je nach „Vorwarnzeit“ der Methode bei klinischer Verschlechterung sowie bei Schwangerschaften mit im Verlauf zunehmendem Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko (wie z.B. Rhesusimmunisierung, Übertragung, Zunahme einer Präeklampsie, insulinpflichtiger Diabetes mellitus) zu erwägen.

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Wertigkeit der Dopplersonografie im Vergleich zu anderen Überwachungsverfahren

  • Joachim L. Gnirs,
  • Silvia M. Lobmaier

摘要

In diesem Kapitel wird die Wertigkeit der Dopplersonografie im Abgleich mit anderen Überwachungsverfahren erörtert und die Pathophysiologie bei fetaler Beeinträchtigung erläutert. Zu den biophysikalischen Überwachungsmethoden gehören neben der Dopplersonografie die Kardiotokografie (CTG), alle CTG-basierten Untersuchungsverfahren wie die computergestützte CTG-Analyse, der Wehenbelastungstest bzw. der vibroakustische Simulationstest sowie die Kontrolle der fetalen Bewegungsaktivität und Verhaltenszustände. Die bislang vorliegenden Untersuchungen in Low-Risk-Kollektiven ergab bei Nutzung der Kardiotokografie und auch der Dopplersonografie bisher keinen signifikanten Vorteil bezüglich perinataler Morbidität und Mortalität, teilweise aber eine Zunahme daraus resultierender Interventionen. Dies gilt insbesondere für das CTG ohne flankierende andere Überwachungsmethoden. Normale Untersuchungsbefunde stellen jedoch auch hier eine hochgradige Rückversicherung für ein unbeeinträchtigtes Kind dar. Im Risikokollektiv sollten auch bei unauffälligen Untersuchungsbefunden die biophysikalischen Überwachungsverfahren bis zur Entbindung als sicherer Beleg für ausreichende fetale Reserven genutzt werden. Eine weitere Intensivierung der fetalen Zustandsdiagnostik, insbesondere eine Verkürzung der Überwachungsintervalle ist je nach „Vorwarnzeit“ der Methode bei klinischer Verschlechterung sowie bei Schwangerschaften mit im Verlauf zunehmendem Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko (wie z.B. Rhesusimmunisierung, Übertragung, Zunahme einer Präeklampsie, insulinpflichtiger Diabetes mellitus) zu erwägen.