Intrapartale Dopplersonografie
摘要
Dieses Kapitel befasst sich mit dem Stellenwert der Dopplersonografie während der Geburt. Dazu werden zuerst pathophysiologische Grundlagen erläutert. Danach wird die Treffsicherheit der intrapartalen Kardiotokografie (CTG), der fetalen Blutgasanalyse (FBA) und der Dopplersonografie verglichen. Abschließend werden Besonderheiten der Farbdopplersonografie erläutert. Bei prospektiver Evaluation pathologischer Testergebnisse von CTG- und Doppleruntersuchungen sub partu und Abgleich mit intrapartalen fetalen Blutgasanalysen sowie postpartalen Outcome-Kriterien ergab sich, dass die Dopplersonografie bezüglich der Vorhersage einer Geburtsazidose (pH < 7.20) mit 79% zwar eine höhere Spezifität als das CTG (19%) aufwies, der fetalen Blutgasanalyse (FBA) (Spezifität je nach Cut-Off-Wert 91-98%) jedoch deutlich unterlegen war. Die intrapartale Dopplersonografie ist nicht geeignet, zuverlässig eine akute fetale Azidose zu erkennen. Die Farbdopplersonografie erreicht eine hohe Sensitivität und Spezifität bei der Diagnose kindlicher Nabelschnurumschlingungen (96-100%), deren Einfluss auf die Vermeidung kindlicher Kurz- und Langzeitmorbidität ist bislang nicht sicher geklärt. Lediglich die Erkennung von Vasa praevia (Erkennungsrate 52,6% bei Screeninguntersuchungen) sollte als Indikation für eine Sectio Caesarea angesehen werden.