Die Abklärung einer möglichen fetalen Anämie hat bei Blutgruppensensibilisierungen, bei anämisierenden Infektionen (Parvovirus B19), bei fetomaternaler Transfusion sowie bei Hinweiszeichen im Rahmen der Ultraschalluntersuchung (Hydrops fetalis) oder bei auffälligen, anämieverdächtigen fetalen Herzfrequenzmustern zu erfolgen. Die Diagnosestellung der Anämie erfolgt mittels Chordozentese; diese ist zuverlässig und bietet den Vorteil der gleichzeitigen Abnahmemöglichkeit von fetalem Blut für verschiedene Labortests, um die Ursache der Anämie festzustellen bzw. eine Differenzialdiagnostik bei Hydrops durchführen zu können. Ihr Nachteil ist die Invasivität und damit das Restrisiko für intrauterinen Fruchttod bei etwa 1–2 von 100 Eingriffen. Während beim sonografischen Bild des Hydrops fetalis die Chordozentese zur Diagnostik und gegebenenfalls Therapie unverzichtbar erscheint, hat sich bei nichthydropischen Feten die fetale Doppleruntersuchung etabliert. Damit ist der Großteil der Schwangeren mit fetalem Anämierisiko dopplersonografisch überwachbar. Erst bei auffälligen Dopplerergebnissen ist ein invasiver Zugang notwendig.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Fetale Anämie

  • Javier U. Ortiz,
  • Gottfried Hasenöhrl

摘要

Die Abklärung einer möglichen fetalen Anämie hat bei Blutgruppensensibilisierungen, bei anämisierenden Infektionen (Parvovirus B19), bei fetomaternaler Transfusion sowie bei Hinweiszeichen im Rahmen der Ultraschalluntersuchung (Hydrops fetalis) oder bei auffälligen, anämieverdächtigen fetalen Herzfrequenzmustern zu erfolgen. Die Diagnosestellung der Anämie erfolgt mittels Chordozentese; diese ist zuverlässig und bietet den Vorteil der gleichzeitigen Abnahmemöglichkeit von fetalem Blut für verschiedene Labortests, um die Ursache der Anämie festzustellen bzw. eine Differenzialdiagnostik bei Hydrops durchführen zu können. Ihr Nachteil ist die Invasivität und damit das Restrisiko für intrauterinen Fruchttod bei etwa 1–2 von 100 Eingriffen. Während beim sonografischen Bild des Hydrops fetalis die Chordozentese zur Diagnostik und gegebenenfalls Therapie unverzichtbar erscheint, hat sich bei nichthydropischen Feten die fetale Doppleruntersuchung etabliert. Damit ist der Großteil der Schwangeren mit fetalem Anämierisiko dopplersonografisch überwachbar. Erst bei auffälligen Dopplerergebnissen ist ein invasiver Zugang notwendig.