Die Dopplersonografie nimmt in der Betreuung von Mehrlingsschwangerschaften eine zentrale Rolle ein. Während bei dichorialen Mehrlingsschwangerschaften Dopplerveränderungen prinzipiell in gleicher Weise wie bei Einlingen interpretiert werden können, reflektiert das umbilikale Flussmuster bei monochorialen Mehrlingsschwangerschaften hingegen eine Kombination aus den Strömungseigenschaften in den plazentaren Versorgungsgebieten und jenen der interfetalen Anastomosen. Dies ist vor allem in der Betreuung von Zwillingen mit Wachstumsrestriktion von Bedeutung. Außerdem kommen bei monochorialen Mehrlingen aufgrund der erwähnten interfetalen Anastomosen einzigartige Komplikationen vor, die mittels Dopplersonografie überwacht und teilweise nur dadurch rechtzeitig erkannt werden können. Letzteres gilt beispielsweise für die Twin-Anemia-Polycythemia Sequence (TAPS), die mit einer Anämie des Spenders und einer Polyzythämie des Empfängers einhergeht, was in den Frühstadien nur mittels dopplersonografischer Messung der Flussgeschwindigkeit in der A. cerebri media der beiden Kinder diagnostiziert werden kann. Im folgenden Kapitel werden die verschiedenen wichtigen Gesichtspunkte der Dopplersonografie von Mehrlingsschwangerschaften beleuchtet.

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Mehrlingsschwangerschaften und Dopplersonografie

  • Philipp Klaritsch

摘要

Die Dopplersonografie nimmt in der Betreuung von Mehrlingsschwangerschaften eine zentrale Rolle ein. Während bei dichorialen Mehrlingsschwangerschaften Dopplerveränderungen prinzipiell in gleicher Weise wie bei Einlingen interpretiert werden können, reflektiert das umbilikale Flussmuster bei monochorialen Mehrlingsschwangerschaften hingegen eine Kombination aus den Strömungseigenschaften in den plazentaren Versorgungsgebieten und jenen der interfetalen Anastomosen. Dies ist vor allem in der Betreuung von Zwillingen mit Wachstumsrestriktion von Bedeutung. Außerdem kommen bei monochorialen Mehrlingen aufgrund der erwähnten interfetalen Anastomosen einzigartige Komplikationen vor, die mittels Dopplersonografie überwacht und teilweise nur dadurch rechtzeitig erkannt werden können. Letzteres gilt beispielsweise für die Twin-Anemia-Polycythemia Sequence (TAPS), die mit einer Anämie des Spenders und einer Polyzythämie des Empfängers einhergeht, was in den Frühstadien nur mittels dopplersonografischer Messung der Flussgeschwindigkeit in der A. cerebri media der beiden Kinder diagnostiziert werden kann. Im folgenden Kapitel werden die verschiedenen wichtigen Gesichtspunkte der Dopplersonografie von Mehrlingsschwangerschaften beleuchtet.