Nachhaltigkeit spielt eine zunehmende Rolle bei der Organisation und öffentlichen Wahrnehmung von Sportgroßveranstaltungen. Dieses Kapitel vergleicht die Nachhaltigkeitskommunikation der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar mit der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland und analysiert, inwieweit die Veranstalter ihre Nachhaltigkeitsversprechen einhalten konnten. Die Untersuchung zeigt, dass Nachhaltigkeit bei beiden Turnieren eine zentrale Rolle in der offiziellen Kommunikation spielte, jedoch mit unterschiedlicher Umsetzung und Glaubwürdigkeit. Während die FIFA die WM 2022 als „klimaneutral“ deklarierte, wurde dies in der öffentlichen Wahrnehmung als „Sportswashing“ kritisiert. Menschenrechtsverletzungen und hohe Umweltbelastungen führten zu deutlichen Diskrepanzen zwischen Selbst- und Fremdbild. Im Gegensatz dazu setzte die UEFA für die EM 2024 auf bestehende Infrastruktur, reduzierte Neubauten und förderte klimafreundliche Mobilitätsmaßnahmen. Dennoch gab es auch hier Kritik an der praktischen Umsetzung. Das Kapitel diskutiert die langfristigen Auswirkungen dieser Strategien und stellt Implikationen für zukünftige Mega-Sportevents vor. Dieser analytische Vergleich liefert wertvolle Erkenntnisse für Wissenschaftler, Sportorganisationen und politische Akteure, die sich mit der Genehmigung und Organisation von nachhaltigen Sportgroßveranstaltungen befassen.

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Nachhaltigkeitskommunikation im Vergleich: Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar und Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland

  • Gerd Nufer,
  • André Bühler

摘要

Nachhaltigkeit spielt eine zunehmende Rolle bei der Organisation und öffentlichen Wahrnehmung von Sportgroßveranstaltungen. Dieses Kapitel vergleicht die Nachhaltigkeitskommunikation der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar mit der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland und analysiert, inwieweit die Veranstalter ihre Nachhaltigkeitsversprechen einhalten konnten. Die Untersuchung zeigt, dass Nachhaltigkeit bei beiden Turnieren eine zentrale Rolle in der offiziellen Kommunikation spielte, jedoch mit unterschiedlicher Umsetzung und Glaubwürdigkeit. Während die FIFA die WM 2022 als „klimaneutral“ deklarierte, wurde dies in der öffentlichen Wahrnehmung als „Sportswashing“ kritisiert. Menschenrechtsverletzungen und hohe Umweltbelastungen führten zu deutlichen Diskrepanzen zwischen Selbst- und Fremdbild. Im Gegensatz dazu setzte die UEFA für die EM 2024 auf bestehende Infrastruktur, reduzierte Neubauten und förderte klimafreundliche Mobilitätsmaßnahmen. Dennoch gab es auch hier Kritik an der praktischen Umsetzung. Das Kapitel diskutiert die langfristigen Auswirkungen dieser Strategien und stellt Implikationen für zukünftige Mega-Sportevents vor. Dieser analytische Vergleich liefert wertvolle Erkenntnisse für Wissenschaftler, Sportorganisationen und politische Akteure, die sich mit der Genehmigung und Organisation von nachhaltigen Sportgroßveranstaltungen befassen.