Nach Nicolas Borns „Ein paar Notizen aus dem Elbholz“
摘要
Nicolas Borns Gedicht „Ein paar Notizen aus dem Elbholz“ (1977/78) hat eine noch heute erkennbare Wahrnehmungsvorgabe für den kleinen Hartholzauenwald an der wendländischen Elbe geschaffen. Der Aufsatz dokumentiert den analytischen wie den produktiv-literarischen Umgang des Verfassers mit dieser ‚Auratisierung‘ des Elbholzes durch Born. Dabei zeigt sich, dass für eine neuerliche, eigene Wahrnehmung des Elbholzes die ‚Erinnerung‘ an den gesamten Verlauf des Stroms und insbesondere die historische Auseinandersetzung mit der ‚schwarzen Elbe‘ des sächsischen Abschnitts in der Lyrik bedeutender ostdeutscher Autoren eine entscheidende Rolle spielt. Der reale Wandel des Elbholzes und seine sich überlagernden Wahrnehmungen setzen sich bis in die Gegenwart fort.