Der Suffizientarismus ist eine der wichtigsten zeitgenössischen Theorien der Verteilungsgerechtigkeit. Suffizientaristinnen nehmen an, dass eine gerechte Verteilung des Guten strukturell durch moralisch signifikante Schwellenwerte gekennzeichnet ist. Dabei gründen sich solche Schwellen in einer von zwei Grundüberzeugungen: Einerseits wollen Suffizientaristinnen sicherstellen, dass Individuen gut genug gestellt sind und nicht in (extremer) Armut leben. Trotz der intuitiven Plausibilität solcher Grundüberzeugungen ist der Suffizientarismus einer Reihe von paradigmatischen Einwänden ausgesetzt. Letztlich überzeugt der Suffizientarismus damit wahrscheinlich nur als Teil einer pluralistischen Gerechtigkeitstheorie.

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Suffizientarismus

  • Jonas Franzen

摘要

Der Suffizientarismus ist eine der wichtigsten zeitgenössischen Theorien der Verteilungsgerechtigkeit. Suffizientaristinnen nehmen an, dass eine gerechte Verteilung des Guten strukturell durch moralisch signifikante Schwellenwerte gekennzeichnet ist. Dabei gründen sich solche Schwellen in einer von zwei Grundüberzeugungen: Einerseits wollen Suffizientaristinnen sicherstellen, dass Individuen gut genug gestellt sind und nicht in (extremer) Armut leben. Trotz der intuitiven Plausibilität solcher Grundüberzeugungen ist der Suffizientarismus einer Reihe von paradigmatischen Einwänden ausgesetzt. Letztlich überzeugt der Suffizientarismus damit wahrscheinlich nur als Teil einer pluralistischen Gerechtigkeitstheorie.