Lassen sich die Folgen von Handlungen vorhersehen? Wege zu einer Heuristik des Entscheidens
摘要
In diesem Aufsatz soll zuerst gezeigt werden, dass es eine skeptische, eine methodische und eine empirische Herausforderung für die These des Konsequentialismus gibt, man könne Handlungen an Folgen messen, die sich in Zukunft einstellen. So werden in diesem Aufsatz alternative Entscheidungsheuristiken für auf Erwartungsnutzen-Analysen gedrillte Utilitaristen gesucht, die generell die epistemische Verunsicherung verringern können und es erlauben, weiterhin von Folgen bzw. deren Erwartungsnutzen als Bewertungsinstanz von Handlungen auszugehen. Es soll eine Antwort formuliert werden, die darauf hinausläuft, sich auf die Realisation großer Nutzenpotenziale (great events) zu konzentrieren, statt auf symbolische Kooperationsprojekte. Dazu werden in den ersten Abschnitten skeptische Einwände von J. Lenman, methodische von F. Feldman und empirische von D. Kahneman vorgestellt.