Infektiologie
摘要
Der Klimawandel stellt eine zentrale Herausforderung für die Kindergesundheit dar, besonders im Hinblick auf Infektionskrankheiten. Kinder unter fünf Jahren sind durch physiologische und soziale Faktoren besonders vulnerabel. Klimabedingte Veränderungen fördern die Ausbreitung vektor-, wasser- und lebensmittelgebundener Infektionen wie Malaria, FSME oder bakterielle Durchfallerkrankungen. Erwärmung und Extremwetter verändern die Verbreitung von Erregern und Vektoren wie Mücken und Zecken. Auch in Europa treten zunehmend Infektionen durch Aedes albopictus oder Vibrio-Arten auf. Zudem steigt das Risiko durch gestörte Kühlketten, Migration und neue Expositionssituationen. Das Kapitel betont die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit im Sinne des One-Health-Ansatzes sowie präventiver Maßnahmen wie Impfungen, Hygiene und Mückenschutz. Eine resiliente, vorausschauende Pädiatrie ist notwendig, um Kinder vor den Folgen des Klimawandels zu schützen.