Obwohl in Österreich nur bei etwa 16 % der Bevölkerung ein nachgewiesener Mikronährstoffmangel besteht, nehmen mehr als die Hälfte – rund 57 % – regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel ein [322]. Supplemente werden zudem häufig von jenen Personen eingenommen, die bereits eine ausgewogene Ernährung aufweisen. Das zeigt, wie groß das Interesse an einer vermeintlich optimalen Nährstoffversorgung ist – mitunter jedoch auch, wie verbreitet Unsicherheit und Fehleinschätzungen hinsichtlich des tatsächlichen Bedarfs und Nutzens solcher Präparate sind. Deshalb ist es besonders wichtig, den tatsächlichen Bedarf und die Funktionen einzelner Mikronährstoffe differenziert zu betrachten.

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Im Klartext

  • Corina Madreiter-Sokolowski,
  • Kristina Hütter-Klepp

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Obwohl in Österreich nur bei etwa 16 % der Bevölkerung ein nachgewiesener Mikronährstoffmangel besteht, nehmen mehr als die Hälfte – rund 57 % – regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel ein [322]. Supplemente werden zudem häufig von jenen Personen eingenommen, die bereits eine ausgewogene Ernährung aufweisen. Das zeigt, wie groß das Interesse an einer vermeintlich optimalen Nährstoffversorgung ist – mitunter jedoch auch, wie verbreitet Unsicherheit und Fehleinschätzungen hinsichtlich des tatsächlichen Bedarfs und Nutzens solcher Präparate sind. Deshalb ist es besonders wichtig, den tatsächlichen Bedarf und die Funktionen einzelner Mikronährstoffe differenziert zu betrachten.