Die verschiedenen Medizinsysteme bedienen sich je nach ihrer Philosophie jeweils pflanzlicher, mineralischer und tierischer Arzneimittel. Die Humoraltherapie betrieb damit das Gleichgewicht der Körpersäfte Blut, Schleim, schwarze und gelbe Galle, die Solidartherapie (5. Jahrhundert) dagegen das Gleichgewicht der festen Bestandteile der Organismen. Die Signaturenlehre (1.–18. Jahrhundert) bringt die äußere Form der Pflanzen in Beziehung zu Organen. Die Homöopathie postuliert, dass Ähnliches mit Ähnlichem geheilt werden kann. Und die anthroposophische Medizin Steiners (1861–1925) sieht den Organismus, bestehend aus dem Ätherleib, dem Astralleib und dem Ich als Ziel der Therapie. Erst Ende des 19. Jahrhunderts begann die naturwissenschaftliche Betrachtung pflanzlicher Arzneimittel und ihrer Inhaltsstoffe und ihrer pharmakologischen Wirkung bei bestimmten definierten Erkrankungen.

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Historische Entwicklung der Arzneimitteltherapie in der westlichen Welt

  • Wolfgang Schachinger,
  • Michael Wink,
  • Hermann Philipp Theodor Ammon,
  • Ernst Schrott

摘要

Die verschiedenen Medizinsysteme bedienen sich je nach ihrer Philosophie jeweils pflanzlicher, mineralischer und tierischer Arzneimittel. Die Humoraltherapie betrieb damit das Gleichgewicht der Körpersäfte Blut, Schleim, schwarze und gelbe Galle, die Solidartherapie (5. Jahrhundert) dagegen das Gleichgewicht der festen Bestandteile der Organismen. Die Signaturenlehre (1.–18. Jahrhundert) bringt die äußere Form der Pflanzen in Beziehung zu Organen. Die Homöopathie postuliert, dass Ähnliches mit Ähnlichem geheilt werden kann. Und die anthroposophische Medizin Steiners (1861–1925) sieht den Organismus, bestehend aus dem Ätherleib, dem Astralleib und dem Ich als Ziel der Therapie. Erst Ende des 19. Jahrhunderts begann die naturwissenschaftliche Betrachtung pflanzlicher Arzneimittel und ihrer Inhaltsstoffe und ihrer pharmakologischen Wirkung bei bestimmten definierten Erkrankungen.