Schwerhörigkeit im Alter und Demenz: Verwechslung nicht ausgeschlossen
摘要
Während die professionelle Pflege in all ihren Aktionsbereichen in den letzten Jahren verstärkt auf die demenziellen Erkrankungen fokussiert, finden Hörschädigungen wie die Schwerhörigkeit im Alter nebst ihren Auswirkungen nur zögerlich Eingang in deren Denken und Handeln. So treibt insbesondere ältere schwerhörige Patientinnen und Patienten die stete Sorge um, „für dement gehalten zu werden“, denn: „Schwerhörig oder taub zu sein, heißt, mit der ständigen Unsicherheit darüber zu leben, ob man andere [hier professionell Pflegende] richtig verstanden hat, ob man von anderen richtig verstanden worden ist oder das eigene Missverstehen von anderen auch richtig gedeutet wird, nämlich als Zeichen eines Hörproblems und nicht eines Intelligenzmangels“ (Richtberg 1991). Bevor wir uns im Verlauf des Kapitels dieser Sorge, typischen und die Zuordnung erschwerenden Verhaltensmustern, der Kommunikationsbeeinträchtigung als mögliche Verhaltensursache sowie dem parallelen Auftreten beider Entitäten und einer Fehleinschätzung vorbeugenden Strategie zuwenden, richtet sich der Blick auf das bedeutsamste Unterscheidungsmerkmal von Schwerhörigkeit und Demenz.