Dieses Kapitel beschreibt Heisenbergs Werdegang bis Mai 1925, kurz bevor er die ersten Ergebnisse seiner Theorie brieflich präsentiert. Nach einem kurzen biographischen Abriss, werden zwei zentrale Arbeiten besprochen, die für das Verständnis der Umdeutung wichtig sind: erstens, seine Arbeiten zur Intensität von Spektrallinien mit seinem Lehrer Arnold Sommerfeld, in denen sich Heisenberg erstmals dem physikalischen Problemkreis nähert, um den es dann auch in der Umdeutung geht; zweitens, seine Arbeit zur Dispersionstheorie mit Hans Kramers, wo Heisenberg zum ersten Mal das Ritzsche Kombinationsprinzip verwendet, um einen neuen quantentheoretischen Ausdruck zu konstruieren. Es folgt eine Besprechung der rasanten theoretischen und experimentellen Entwicklungen im Bereich der Intensität von Spektrallinien in den Jahren 1923–1925. Die von Ralph Kronig verwendete Methode des,,Verschwindens am Rand“ wird beschrieben, sowie die gemeinsamen Versuche von Heisenberg, Kronig und Wolfgang Pauli, diese Methode auf allgemeine physikalische Systeme anzuwenden. Die erfolgreiche Anwendung auf den anharmonischen Oszillator wird ebenso besprochen wie das Scheitern der Methode beim Wasserstoff. Das Kapitel endet mit einem Vorblick darauf, wie dann aus dieser Gemengelage die Quantenmechanik entstehen konnte.

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Heisenbergs Weg zur Umdeutung

  • Alexander S. Blum,
  • Martin Jähnert

摘要

Dieses Kapitel beschreibt Heisenbergs Werdegang bis Mai 1925, kurz bevor er die ersten Ergebnisse seiner Theorie brieflich präsentiert. Nach einem kurzen biographischen Abriss, werden zwei zentrale Arbeiten besprochen, die für das Verständnis der Umdeutung wichtig sind: erstens, seine Arbeiten zur Intensität von Spektrallinien mit seinem Lehrer Arnold Sommerfeld, in denen sich Heisenberg erstmals dem physikalischen Problemkreis nähert, um den es dann auch in der Umdeutung geht; zweitens, seine Arbeit zur Dispersionstheorie mit Hans Kramers, wo Heisenberg zum ersten Mal das Ritzsche Kombinationsprinzip verwendet, um einen neuen quantentheoretischen Ausdruck zu konstruieren. Es folgt eine Besprechung der rasanten theoretischen und experimentellen Entwicklungen im Bereich der Intensität von Spektrallinien in den Jahren 1923–1925. Die von Ralph Kronig verwendete Methode des,,Verschwindens am Rand“ wird beschrieben, sowie die gemeinsamen Versuche von Heisenberg, Kronig und Wolfgang Pauli, diese Methode auf allgemeine physikalische Systeme anzuwenden. Die erfolgreiche Anwendung auf den anharmonischen Oszillator wird ebenso besprochen wie das Scheitern der Methode beim Wasserstoff. Das Kapitel endet mit einem Vorblick darauf, wie dann aus dieser Gemengelage die Quantenmechanik entstehen konnte.