Shere Khan in Venedig. Thomas Mann und Rudyard Kipling
摘要
Der Aufsatz rekonstruiert zunächst literatursoziologisch die bedeutende Rolle, die Rudyard Kipling, Literaturnobelpreisträger des Jahres 1907 und Exempel globaler Autorschaft par excellence, für den jüngeren Thomas Mann spielte. Dass Mann Kiplings Werke kannte und dessen Karriere genau beobachtete, kann nicht nur durch entsprechende Tagebucheinträge etc. belegt werden. Spuren der intensiven Kipling-Rezeption finden sich auch im literarischen Werk: Der Tod in Venedig wird hier komparatistisch als virtuoses Re-Writing des Jungle Book gelesen, Tadzio als Wiedergänger Mowglis und Gustav von Aschenbach als ‚Shere Khan in Venedig‘.