Die chemische Waffe der Spinnen
摘要
Abgesehen von den sechseckigen Waben der Honigbienen gibt es kaum perfektere architektonische Schöpfungen der Natur als Spinnennetze. Spinnen weben sie mit einer solchen Schnelligkeit und Virtuosität, dass sie zu Recht den Neid der griechischen Göttin Pallas Athene erregt haben. Der Legende nach sind die Spinnen auf folgende Weise entstanden: Im Landstrich Lydien lebte das Bauernmädchen Arachne. Sie war berühmt dafür, die beste Weberin in ganz Hellas zu sein. Ihr Stoff war so zart wie Nebel und so durchsichtig wie Luft. Sie war von ihren Fähigkeiten so überzeugt, dass sie nicht zögerte, sogar mit Athene, der Göttin der Kunst, des Handwerks und der Handarbeit und Lieblingstochter des Zeus, an einem Wettbewerb teilzunehmen. Der Wettbewerb wurde von 12 Göttern beobachtet und beurteilt unter Leitung von Zeus. Die „Jury“ vergab den ersten Platz erwartungsgemäß an Pallas Athene. Arachne konnte diese Schmach nicht ertragen und versuchte, sich zu erhängen. Doch die großmütige Athene befreite sie vom Strick und sagte: „Lebe, rebellische Jungfrau! Aber von heute an wirst du hängen und weben, solange du lebst.“ Dann besprengte sie sie mit dem Saft von Zauberpflanzen, ihre Haare fielen aus, sie schrumpfte und verwandelte sich in eine Spinne. Seitdem hängt die Spinne Arachne in ihrem Netz und webt es weiter. Die große Klasse der Spinnentiere Arachnida ist nach Arachne benannt.