Ein Dialog zwischen zwei Königreichen: „Ja“ und „Nein“ in der Sprache der Chemie
摘要
Die Paläontologie lehrt uns, dass unser Planet vor mehreren Hundert Millionen Jahren eine üppige Vegetation aus Riesenfarnen, Schachtelhalmen und Gymnospermen (Nacktsamer) aufwies. Mit Ausnahme einiger weniger Arten sind diese in der Folge verschwunden. An ihre Stelle sind die Angiospermen (bedecktsamigen Pflanzen) getreten. Sie machen heute 85 % des Pflanzenreichs aus. In der Zeit der Ur-Flora der Erde erschienen auch die Insekten. Mit ihrer enormen Größe glichen sie sich den Pflanzen der damaligen Zeit an. Da sie nicht viele natürliche Feinde hatten, vermehrten sie sich ungestört in einem unglaublichen Ausmaß. Dann, vor einigen Hundert Millionen Jahren, kam es zur Konfrontation zwischen den beiden großen Reichen der Pflanzen und Tiere. Die Pflanzen waren gezwungen, nach Mitteln zu suchen, die Insekten zu bekämpfen und die wiederum, dem entgegenzuwirken. Damals begann das Streben nach Originalität und Anpassungsfähigkeit, das bis heute anhält. Das Auftreten eines neuen Verteidigungsmittels bei den Pflanzen oder einer neuen Anpassungsfähigkeit bei den Tieren bedeutete das Entstehen einer neuen biologischen Art. So beschleunigte sich der Prozess der Artenbildung in beiden Reichen rapide. Heute ist sich die Wissenschaft einig, dass die Evolution von Pflanzen und pflanzenfressenden Tieren parallel verlaufen ist.