Die Sprache unserer Vorfahren
摘要
Seit Aristoteles geht man davon aus, dass der Mensch ganz oben steht, wenn man die Lebewesen in aufsteigender Reihenfolge ihrer Komplexität und Perfektion anordnet. Dies ist die sogenannte scala naturae, die jedoch nur dann zutrifft, wenn die Rangfolge auf der Grundlage der Komplexität des Nervensystems erstellt wird. In Bezug auf andere Organe und Systeme ist diese Reihenfolge nicht haltbar. Nimmt man zum Beispiel die Empfindlichkeit des Geruchssystems als Kriterium, dann „… scheint der moderne Mensch ein degeneriertes Tier zu sein, für das die Sprache der Gerüche längst ihre ursprüngliche tiefe Bedeutung verloren hat“ (so der französische Wissenschaftler M. Barbier). Und doch gibt es zahlreiche Beweise dafür, dass chemische Signale für den modernen Menschen zwar nicht lebensnotwendig sind, für den primitiven Menschen aber lebenswichtig waren. Nach Ansicht einiger Fachleuten ist der chemische Kommunikationsmodus beim Homo sapiens auch heute noch nicht ohne Bedeutung.