Trans* Perspektiven auf Epistemologie und Wissenschaftstheorie organisieren sich gemeinhin um die Frage herum: Wie halten wir es mit den Institutionen, also beispielsweise mit dem Staat, den Gerichten, den Parlamenten, der Medizin aber auch den Massenmedien etc.? Einerseits versprechen Institutionen politische Repräsentation, Gestaltungsfähigkeit und Zugang zu medizinischen Maßnahmen. Andererseits sind Institutionen oft Orte von Gewalt gegen und Ausschluss von trans* und nicht-binären Personen, insbesondere von trans* Frauen. Trans* Epistemologie hat dabei eine rezeptive und eine generative Dimension. Die rezeptive Frage ist: Wer soll Wissen über bestimmte trans* Menschen haben dürfen und warum? Die generative Frage ist: Wer soll Wissen über trans* Menschen generell generieren dürfen und warum? Denn klassischerweise wird trans* Menschen verwehrt, Wissen über sich selbst zu generieren. Stattdessen wurden sie lange von medizinischen und politischen Institutionen als krank oder verrückt abgestempelt. Damit wird ihnen Deutungshoheit über die eigene Geschlechtlichkeit und die eigene Identität generell abgesprochen. Diese entmündigende Pathologisierung rechtfertigt dann unterschiedliche Formen von Gewalt – von epistemischer Ungerechtigkeit bis hin zu Einsperrungen, Zwangsbehandlungen und Mord.

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Trans* Kritiken an Epistemologie und Wissenschaftstheorie

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Trans* Perspektiven auf Epistemologie und Wissenschaftstheorie organisieren sich gemeinhin um die Frage herum: Wie halten wir es mit den Institutionen, also beispielsweise mit dem Staat, den Gerichten, den Parlamenten, der Medizin aber auch den Massenmedien etc.? Einerseits versprechen Institutionen politische Repräsentation, Gestaltungsfähigkeit und Zugang zu medizinischen Maßnahmen. Andererseits sind Institutionen oft Orte von Gewalt gegen und Ausschluss von trans* und nicht-binären Personen, insbesondere von trans* Frauen. Trans* Epistemologie hat dabei eine rezeptive und eine generative Dimension. Die rezeptive Frage ist: Wer soll Wissen über bestimmte trans* Menschen haben dürfen und warum? Die generative Frage ist: Wer soll Wissen über trans* Menschen generell generieren dürfen und warum? Denn klassischerweise wird trans* Menschen verwehrt, Wissen über sich selbst zu generieren. Stattdessen wurden sie lange von medizinischen und politischen Institutionen als krank oder verrückt abgestempelt. Damit wird ihnen Deutungshoheit über die eigene Geschlechtlichkeit und die eigene Identität generell abgesprochen. Diese entmündigende Pathologisierung rechtfertigt dann unterschiedliche Formen von Gewalt – von epistemischer Ungerechtigkeit bis hin zu Einsperrungen, Zwangsbehandlungen und Mord.