Immunhistochemie
摘要
Die Immunhistochemie hat sich zu einem zentralen Verfahren in der feingeweblichen Diagnostik und Forschung entwickelt. Dieses Kapitel geht umfassend auf ihre Methoden und qualitätssichernden Maßnahmen praxisnahe ein. Dabei werden zuerst die Eigenschaften von diagnostischen Antikörpern und ihre Markierungsmöglichkeiten beleuchtet. Weiters werden die einzelnen Testkomponenten wie Primär- und Sekundärantikörper, Enzyme und Chromogene beschrieben. Ein Überblick über die IHC-Methoden von direkter Immunfluoreszenz bis Polymer-Methode erklärt deren wesentliche Schritte und Eigenschaften. Ein Schwerpunkt wird auf die Durchführung der Immunhistochemie an formalinfixiertem paraffineingebettetem Gewebe gelegt. Dabei werden auch der Einfluss der Fixierung und der theoretische Hintergrund des hitzeinduzierten Epitopretrievals behandelt. Im Abschnitt über die Qualitätssicherung in der Immunhistochemie wird auf die theoretischen Grundlagen sowie auf Protokolloptimierung, Validierung und Verifizierung eingegangen. Über die weiterführenden Techniken wie Mehrfachfärbungen, Multiplexmethoden, Signalamplifikation und Gewebeklärung wird ein Überblick gegeben. Abschließend werden auch bildgebende Verfahren der Massenspektroskopie und Vibrationsspektroskopie vorgestellt. Ziel ist es, die Laborpraxis auf eine fundierte theoretische Grundlage zu stellen, IHC-Protokolle interpretieren zu können sowie Fehlerbehebungen und qualitätssichernde Maßnahmen umsetzen zu können. Die Themen, die über die tägliche Routine-Histotechnik hinausgehen, sollen auf mögliche zukünftige Entwicklungen im Histolabor aufmerksam machen.