Kap. 8 gibt einen Überblick über Theorie und Praxis semantisch-lexikalischer Störungen bei Mehrsprachigkeit und greift Aspekte aus den vorangegangenen Kapiteln auf, die beim Mehrspracherwerb besonders relevant sind. Zunächst werden grundlegende Erkenntnisse zur kindlichen Mehrsprachigkeit und ein Modell des mentalen Lexikons vorgestellt, bevor Fachbegriffe zum Wortschatz bei Mehrsprachigkeit sowie quantitative und qualitative Besonderheiten in der Wortschatzentwicklung erläutert werden. Anschließend werden semantisch-lexikalische Störungen bei Mehrsprachigkeit näher betrachtet. Der Fokus des Kapitels liegt auf dem multimethodalen diagnostischen Prozess, wobei die Relevanz und die Möglichkeiten der Berücksichtigung aller Sprachen des Kindes bei indirekten (z. B. Anamnese) und direkten Methoden (z. B. Tests) aufgezeigt werden. Darauf aufbauend widmet sich das folgende Kapitel der Therapie semantisch-lexikalischer Störungen im mehrsprachigen Kontext, beleuchtet den sprachübergreifenden Transfer und zeigt auf, wie bei der modellgeleiteten Therapieplanung alle Sprachen berücksichtigt werden können. Abschließend werden Hinweise zur Beratung von Bezugspersonen und zur interkulturellen Kompetenz gegeben.

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Semantisch-lexikalische Störungen bei Mehrsprachigkeit

  • Birgit Ehl,
  • Stephanie Rupp

摘要

Kap. 8 gibt einen Überblick über Theorie und Praxis semantisch-lexikalischer Störungen bei Mehrsprachigkeit und greift Aspekte aus den vorangegangenen Kapiteln auf, die beim Mehrspracherwerb besonders relevant sind. Zunächst werden grundlegende Erkenntnisse zur kindlichen Mehrsprachigkeit und ein Modell des mentalen Lexikons vorgestellt, bevor Fachbegriffe zum Wortschatz bei Mehrsprachigkeit sowie quantitative und qualitative Besonderheiten in der Wortschatzentwicklung erläutert werden. Anschließend werden semantisch-lexikalische Störungen bei Mehrsprachigkeit näher betrachtet. Der Fokus des Kapitels liegt auf dem multimethodalen diagnostischen Prozess, wobei die Relevanz und die Möglichkeiten der Berücksichtigung aller Sprachen des Kindes bei indirekten (z. B. Anamnese) und direkten Methoden (z. B. Tests) aufgezeigt werden. Darauf aufbauend widmet sich das folgende Kapitel der Therapie semantisch-lexikalischer Störungen im mehrsprachigen Kontext, beleuchtet den sprachübergreifenden Transfer und zeigt auf, wie bei der modellgeleiteten Therapieplanung alle Sprachen berücksichtigt werden können. Abschließend werden Hinweise zur Beratung von Bezugspersonen und zur interkulturellen Kompetenz gegeben.