Telepharmazie
摘要
Televersorgungskonzepte und digitale Gesundheitsanwendungen halten zunehmend Einzug in unseren Alltag. Im Bereich der Telemedizin gibt es mittlerweile etablierte Versorgungsangebote wie Telesprechstunden, Videovisiten, Telekonsile oder Telemonitoring. Solche digitalen Angebote verringern Anfahrtswege und haben die Chance, Versorgungen auch intersektoral zu verbessern. Mit besonderem Blick auf die Arzneimitteltherapie und damit auch auf die Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) rücken zunehmend telepharmazeutische Anwendungen in den Vordergrund. Als Telepharmazie bezeichnet der Bundesverband deutscher Krankenhausapotheker e.V. (ADKA) die pharmazeutische Betreuung der Arzneimitteltherapie und Unterstützung der Patient:innenversorgung über räumliche Entfernung hinweg durch eine:n Apotheker:in unter Beteiligung aller am Medikationsprozess eingebunden Berufsgruppen mittels Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien. In vielen Ländern wird die Telepharmazie in verschiedenen medizinischen Fachrichtungen in der pharmazeutischen Beratung, der schnellen Medikationsvalidierung vor Applikation oder der Verifizierung der Arzneimittelherstellungen im Vieraugenprinzip genutzt. Durch die Telepharmazie konnte der Zugang zu entlegenen Gegenden erleichtert werden. In Zusammenarbeit mit der Telemedizin insbesondere in der Intensivmedizin konnten klinische Ergebnisse verbessert und Adhärenz im Sinne der AMTS gesteigert werden. Auch war die Telepharmazie eine Antwort auf einen aufgetretenen Fachkräftemangel. Doch um die stationäre und ambulante pharmazeutische Beratung telepharmazeutisch durchführen zu können, sind in Deutschland noch viele Fragen zu klären.