Einführung: Darstellung des Medikationsprozesses im stationären Sektor
摘要
Nahezu jeder Patient im Krankenhaus benötigt Arzneimittel – zur Therapie akuter Erkrankungen und/oder zur Fortführung oder Optimierung der Behandlung chronischer Erkrankungen. Dabei stellt der Medikationsprozess im Krankenhaus einen Hochrisikoprozess dar, bei dem in jedem Teilschritt – von der Verordnung, über die Bereitstellung sowie die Applikation – Medikationsfehler auftreten können. Im folgenden Kapitel wird die Entwicklung des traditionellen, papierbasierten Prozesses hin zum voll digitalen Closed Loop Medication Management (CLMM) als Best-Practice-Modell gegeben. Insbesondere werden dessen einzelne Elemente vorgestellt und deren Vorteile in Bezug auf die Arzneimitteltherapiesicherheit skizziert. Ebenso wird diskutiert, inwiefern die Integration von Arzneimitteln mit besonderen rechtlichen Anforderungen (Betäubungsmittel, T-Rezept-pflichtige Arzneimittel) in den CLMM gelingen kann und welche Voraussetzungen notwendig sind, um patientenindividuelle Zubereitungen (z. B. Chemotherapien, Rezepturen, parenterale Ernährungslösungen oder Infusionslösungen für Spritzenpumpen) einzubinden.