Prävalenzinduzierte Konzeptveränderung: Der Pumuckl unter den Change-Begleitern
摘要
Prävalenzinduzierte Konzeptveränderung (engl. „prevalence-induced concept change“) beschreibt das Phänomen, dass sich die Wahrnehmung und Bewertung von Hürden und Hindernissen bei abnehmender Häufigkeit verändert. Menschen neigen dazu, ihre Standards oder Kriterien anzupassen, wenn sie seltener auf ein bestimmtes Problem stoßen. In Organisationen im Wandel führt dies dazu, dass Beteiligte trotz wirksamer Verbesserungsbemühungen skeptisch bleiben und in alte Muster zurückfallen wollen. Als Organisationsentwickler*in fühlt man sich dabei manchmal wie Meister Eder, der in seiner Werkstatt keinen sinnvollen Handgriff machen kann, weil ständig jemand sein Handwerkszeug verrückt: der unsichtbare Pumuckl. Um Veränderungen nachhaltig zu gestalten, ist es hilfreich, den Einfluss der prävalenzinduzierten Konzeptveränderung zu kennen und einen effektiven Umgang mit diesem „Pumuckl“ unter den Change-Begleitern zu finden.