Repräsentative Daten zur Migräne in Deutschland
摘要
DieRepräsentative Daten zur Migräne populationsbezogene Analyse von Migräne hat ergeben, dass die Erkrankung durch eine komplexe Symptomkonstellation gekennzeichnet ist. Wesentliche Merkmale sind das anfallsweise Auftreten der Kopfschmerzen (bei 90 % der Betroffenen), die Beeinträchtigung der Tagesaktivität (bei 80 % der Patienten), sensorische Überempfindlichkeiten wie Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie eine Verschlechterung der Schmerzen durch körperliche Aktivität (bei über 60 %). Klassische Symptome wie einseitiger Schmerz oder Erbrechen treten jedoch nur bei einer Minderheit auf, was Fehldiagnosen begünstigt. Die Schmerzintensität ist bei der Mehrheit der Betroffenen sehr hoch, was zu erheblichen Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit führt. Nur 4 % der Patienten bleiben während einer Migräneattacke arbeitsfähig, während 30 % der Migränekranken jährlich mehr als 16 Tage arbeitsunfähig sind. Auch Freizeitaktivitäten werden stark beeinträchtigt: Bei etwa der Hälfte der Patienten führt die Migräne an bis zu 10 Tagen im Jahr zu Ausfällen, bei einem Viertel sind es sogar bis zu 20 Tage. Im Mittel verlieren Migränepatienten einen ganzen Monat pro Jahr durch die Erkrankung. Migräneattacken dauern häufig einen Tag (22 %), können jedoch bei 60 % der Betroffenen auch länger als 24 h anhalten, was auf unzureichende Therapieerfolge hinweist. Migräne tritt meist erstmals im jungen Erwachsenenalter auf und behindert die Patienten oft über Jahrzehnte hinweg, wobei im Durchschnitt 420 Tage Lebenszeit durch Migräne verloren gehen. Die Patienten leiden insbesondere in produktiven Lebensphasen wie Ausbildung, Familiengründung und Berufstätigkeit. Obwohl 62 % der Migränepatienten mindestens einmal einen Arzt konsultieren, wird die Diagnose Migräne nur bei 26 % gestellt. Viele Patienten erhalten stattdessen Diagnosen wie Verspannungen, Herz-Kreislauf-Störungen oder psychische Belastungen.