Chronische Migräne und Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch
摘要
DieChronische Migräne Klassifikation von KopfschmerzerkrankungenKopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch durch die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) hat sich seit der ersten Ausgabe 1988 (ICHD-1) kontinuierlich weiterentwickelt. Ziel ist es, Kopfschmerzen differenziert zu diagnostizieren, um gezielte Therapien zu ermöglichen. Während chronische Migräne in der ICHD-1 noch nicht definiert war, wurde der Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MÜK) erstmals aufgenommen. In der ICHD-2 (2004) und ICHD-3 (2018) wurden chronische Migräne und MÜK spezifischer differenziert, wobei die Diagnosekriterien zunehmend gelockert wurden, um klinische Alltagserfahrungen besser abzubilden. Die ICHD-3 definiert chronische Migräne als Kopfschmerz an mindestens 15 Tagen pro Monat über mindestens 3 Monate. Mindestens 8 dieser Tage müssen migränetypische Merkmale aufweisen oder auf Migränemedikamente ansprechen. Dabei ist ein Medikamentenübergebrauch keine Ausschlusskriterium mehr. Die chronische Migräne wird als eigenständige Erkrankung betrachtet, die sich oft aus einer episodischen Migräne entwickelt. Ein alternativer Ansatz, insbesondere in den USA, beschreibt das Konzept des Chronic Daily Headache (CDH), das alle Kopfschmerzformen umfasst, die an mindestens 15 Tagen pro Monat auftreten. Diese Definition erlaubt weniger Differenzierung und konzentriert sich auf die Chronizität der Symptome. Der MÜK wird definiert als Kopfschmerz an mindestens 15 Tagen pro Monat bei regelmäßigem Übergebrauch von Akutmedikamenten über mehr als 3 Monate. In der ICHD-3 ist eine erfolgreiche Medikamentenpause für die Diagnose nicht mehr erforderlich. Studien zeigen, dass etwa 50 % der Patienten, bei denen eine chronische Migräne diagnostiziert wurden, nach dem Entzug von Medikamenten zu einem episodischen Migränetyp zurückkehren. Die klare Trennung zwischen primären (z. B. chronische Migräne) und sekundären Kopfschmerzen (z. B. MÜK) bleibt umstritten. Diagnosen wie „transformierte Migräne“ oder CDH widersprechen der Differenzierungslogik der ICHD und erschweren die internationale Konsensfindung. Eine zentrale Herausforderung bleiben die Vermeidung von Chronifizierung durch Übergebrauch von Schmerzmedikamenten und die Harmonisierung der diagnostischen Kriterien.