Rund 80 % der Migränepatienten wünschen sich eine wirksame Alternative zu Medikamenten, da diese oft unerwünschte Nebenwirkungen haben und nicht immer effizient sind. Neuromodulation bietet eine nicht-pharmakologische Alternative, die sowohl invasiv als auch nicht-invasiv angewendet werden kann. Invasive Verfahren werden bei schwerstbehinderten Patienten mit medikamentenresistenter Migräne eingesetzt. Dazu zählen die Okzipitale Nervenstimulation (ONS), die supraorbitale Nervenstimulation (SNS), die Vagusnervstimulation (VNS) und die Stimulation des Ganglion sphenopalatinum. Die ONS, die seit 1999 zur Behandlung chronischer Migräne erprobt wird, zeigte in Studien vielversprechende Ergebnisse: eine Verringerung der Kopfschmerztage um 28 % und eine Verbesserung der Lebensqualität bei 67 % der Patienten. Obwohl die Ergebnisse überwiegend positiv sind, bleibt der invasive Charakter dieser Verfahren eine Einschränkung, und sie werden nur bei schwerer Migräne in Betracht gezogen. Die Entwicklung moderner Technologie hat die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), die transkranielle Magnetstimulation (TMS) und die transkutane supraorbitale Nervenstimulation (t-SNS) ermöglicht. Diese Verfahren sind einfacher anzuwenden und weisen ein geringes Nebenwirkungsrisiko auf. Während invasive Methoden für schwerstbetroffene Patienten vorbehalten sind, bieten nicht-invasive Ansätze wie t-SNS eine sichere und effektive Alternative mit guter Verträglichkeit. Weitere Studien könnten dazu beitragen, diese innovativen Therapien weiter zu optimieren und ihre Anwendung zu erweitern.

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Neuromodulation

  • Hartmut Göbel

摘要

Rund 80 % der Migränepatienten wünschen sich eine wirksame Alternative zu Medikamenten, da diese oft unerwünschte Nebenwirkungen haben und nicht immer effizient sind. Neuromodulation bietet eine nicht-pharmakologische Alternative, die sowohl invasiv als auch nicht-invasiv angewendet werden kann. Invasive Verfahren werden bei schwerstbehinderten Patienten mit medikamentenresistenter Migräne eingesetzt. Dazu zählen die Okzipitale Nervenstimulation (ONS), die supraorbitale Nervenstimulation (SNS), die Vagusnervstimulation (VNS) und die Stimulation des Ganglion sphenopalatinum. Die ONS, die seit 1999 zur Behandlung chronischer Migräne erprobt wird, zeigte in Studien vielversprechende Ergebnisse: eine Verringerung der Kopfschmerztage um 28 % und eine Verbesserung der Lebensqualität bei 67 % der Patienten. Obwohl die Ergebnisse überwiegend positiv sind, bleibt der invasive Charakter dieser Verfahren eine Einschränkung, und sie werden nur bei schwerer Migräne in Betracht gezogen. Die Entwicklung moderner Technologie hat die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), die transkranielle Magnetstimulation (TMS) und die transkutane supraorbitale Nervenstimulation (t-SNS) ermöglicht. Diese Verfahren sind einfacher anzuwenden und weisen ein geringes Nebenwirkungsrisiko auf. Während invasive Methoden für schwerstbetroffene Patienten vorbehalten sind, bieten nicht-invasive Ansätze wie t-SNS eine sichere und effektive Alternative mit guter Verträglichkeit. Weitere Studien könnten dazu beitragen, diese innovativen Therapien weiter zu optimieren und ihre Anwendung zu erweitern.