Migräne und andere Kopfschmerzerkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in der Bevölkerung. Frauen sind dabei deutlich häufiger betroffen als Männer, wobei die Prävalenz mit dem Alter abnimmt. Spannungskopfschmerzen treten geschlechts- und altersunabhängiger auf, während chronische Verlaufsformen mit dem Alter zunehmen. Die Migräne ist oft mit Begleiterkrankungen wie Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Depressionen und Angststörungen verbunden. Trotz der hohen Belastung suchen nur wenige Betroffene ärztliche Hilfe: 22 % der Frauen und 17 % der Männer begeben sich innerhalb eines Jahres in Behandlung. Die Mehrheit behandelt ihre Symptome selbst mit Akutmedikamenten, wobei spezifische Migränemittel wie Triptane selten genutzt werden. Eine medikamentöse Prophylaxe wird nur von 3,2 % der Betroffenen genutzt. Die unzureichende ärztliche Versorgung und fehlende Prävention führen häufig zu Chronifizierung, Komorbiditäten und Medikamentenübergebrauch. Migräne verursacht zudem erhebliche indirekte Krankheitskosten durch Produktivitätsverluste und eingeschränkte Lebensqualität. Strategien zur Verbesserung der Versorgung und Aufklärung könnten helfen, die Belastung durch Migräne zu verringern.

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Epidemiologie von Migräne und Kopfschmerzen

  • Hartmut Göbel

摘要

Migräne und andere Kopfschmerzerkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in der Bevölkerung. Frauen sind dabei deutlich häufiger betroffen als Männer, wobei die Prävalenz mit dem Alter abnimmt. Spannungskopfschmerzen treten geschlechts- und altersunabhängiger auf, während chronische Verlaufsformen mit dem Alter zunehmen. Die Migräne ist oft mit Begleiterkrankungen wie Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Depressionen und Angststörungen verbunden. Trotz der hohen Belastung suchen nur wenige Betroffene ärztliche Hilfe: 22 % der Frauen und 17 % der Männer begeben sich innerhalb eines Jahres in Behandlung. Die Mehrheit behandelt ihre Symptome selbst mit Akutmedikamenten, wobei spezifische Migränemittel wie Triptane selten genutzt werden. Eine medikamentöse Prophylaxe wird nur von 3,2 % der Betroffenen genutzt. Die unzureichende ärztliche Versorgung und fehlende Prävention führen häufig zu Chronifizierung, Komorbiditäten und Medikamentenübergebrauch. Migräne verursacht zudem erhebliche indirekte Krankheitskosten durch Produktivitätsverluste und eingeschränkte Lebensqualität. Strategien zur Verbesserung der Versorgung und Aufklärung könnten helfen, die Belastung durch Migräne zu verringern.