Werk und Repertoire
摘要
Die Repertoiregestaltung gehörte zu den maßgeblichen Aufgaben eines Intendanten, an denen die Tageskritik und die Historiker seine Leistung maßen. Im November 1802 fasste Iffland in einem Brief an Friedrich Wilhelm III. die beabsichtigte Ausrichtung seiner Theaterleitung in eine griffige und aussagekräftige Formel: »Das Ganze sollte dem Geist der Zeit folgen, ohne ihm zu fröhnen«. Anders als heute bestand die Repertoiregestaltung der Iffland-Zeit vor allem darin, neue Werke zur Aufführung zu bringen. Einen klassischen Kanon gab es noch nicht. Die antiken Dramatiker gelangten im Rahmen des europäischen Klassizismus um 1800 gerade in das Gesichtsfeld der Dramatiker und Theatermacher im deutschen Sprachraum. Dasselbe gilt für die französische Klassik, die aufgrund ihrer strengen Form größere Aufmerksamkeit zu beanspruchen begann.