Konfliktfelder und Wertigkeiten von Arbeit in einer Landkommune
摘要
In diesem Beitrag wird die Arbeitsgestaltung einer politischen Landkommune, die sich als Projekt der sozial-ökologischen Transformation versteht, untersucht. Unter der Prämisse, dass Transformation ein räumlicher ebenso wie hürdenreicher Prozess ist, betrachten wir mit Bezug auf die Theorie Erik Olin Wrights die Transformationsstrategien dieser Kommune. Wir fragen, welches transformative Potenzial Arbeitspraktiken in einem solchen Projekt entfalten und welche Grenzen es dabei gibt. Um die aktive Rolle der Arbeitenden in der Gestaltung der Kommune sowie die sich daraus ergebenden spezifischen, räumlich-symbolischen Ordnungen darzustellen, nutzen wir die Konzepte der Transformative Labour Agency (Grenzdörffer 2022), des Place-Making (Cresswell 2009) sowie das Bourdieu’sche Konzept der symbolischen Ordnung (1974). Wir kommen zu dem Schluss, dass es wichtig ist, Arbeit nicht nur in diskursive und materielle Strukturen eingebettet zu betrachten, sondern auch die vergeschlechtlichte symbolische Ordnung zu beachten, anhand der sie ausgeübt und bewertet wird. Im Falle der untersuchten Landkommune führt dies dazu, dass die Erfolge einer sozial-ökologischen Transformation klar zugunsten von männlich sozialisierten Arbeiter:innen und ökologischen Werten zu finden sind, mit starken Einschränkungen für weiblich sozialisierte Arbeiter:innen und soziale Elemente der Arbeit.