Management des postoperativen Delirs (POD) im Krankenhaus: Probleme und Lösungsoptionen
摘要
Die demographische Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland spiegelt sich in der medizinischen Versorgung am stärksten wider und ist in den Krankenhäusern deutlich zu spüren. Das statistische Bundesamt veröffentlicht jährlich Zahlen zu Operationen und medizinischen Prozeduren bei stationären Patientinnen und Patienten. 2017 lag der Anteil der Patienten in der Altersgruppe von mindestens 65 Jahren in der Domäne Operationen und Prozeduren bei stationären Patienten bei über 50 %. Die Tendenz blieb auch über die Folgejahre in der Altersgruppe 65+ steigend (Tab. 10.1), (Destatis 2007–2021; Destatis 2022; Destatis 2023). Hochbetagte Patienten sind oft kränker als die Normalbevölkerung, können Extrembedingungen während einer Operation oder einer Prozedur schlechter kompensieren und haben weniger Reserven, wenn Komplikationen auftreten. Zudem sind durch ihre Medikation spezielle Sicherheitsvorkehrungen erforderlich. Diesen Mehraufwand können ambulante Operationszentren nicht leisten und sind dafür auch nicht ausgelegt. Dadurch sind fast ausnahmslos Krankenhäuser in der Verantwortung, die Versorgung vulnerabler Patientengruppen zu übernehmen. Selbst wenn es sich nicht um einen Hochrisikoeingriff handelt und der Eingriff normalerweise ambulant durchführbar wäre, kann aus den genannten Gründen die Patientensicherheit bei ambulanter Durchführung nicht garantiert werden. Krankenhäuser sind deswegen oft als wichtigste zentrale Institution in die medizinische Versorgung hochbetagter Patienten eingebunden.