Das Leben zeigte sich für den frisch verheirateten Johann Lucas Schönlein von seiner sonnigsten Seite. Durch die Hochzeit mit Therese war er als Schwiegersohn des Regierungsrates und Landtagsabgeordneten Philipp Heffner endlich auch in der gehobenen Würzburger Gesellschaft angekommen. Die Ehe war glücklich, und schon bald konnte sich das junge Paar über Nachwuchs freuen. Die erste Tochter erblickte am 27. September 1828 das Licht der Welt und wurde zwei Tage später im St.-Kilians-Dom zu Würzburg getauft. Die Wahl des Namens fiel wohl nicht schwer. Da beide Großmütter Margaretha hießen, gab es hier sicherlich wenig Spielraum für Diskussionen; als offizielle „Taufzeugin“ ist Thereses Mutter in das Buch der Dompfarrei eingetragen. Von klein auf wurde das Mädchen aber nur „Etha“ genannt, und dieser Rufname blieb ihr für ihr gesamtes Leben erhalten. Nur etwa eineinhalb Jahre später, am 2. März 1830, wurde dann die zweite Tochter geboren und auf den Namen Anna getauft. Sie war ein zartes Mädchen von etwas schwächlicher Konstitution. Die kleine Familie wohnte im Zentrum Würzburgs in der Domerschulstraße 13 gleich gegenüber dem Eingang zum alten Universitätsgebäude (Abb. 11.1).

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Lehrstühle und Leibärzte

  • Bernhard Manger

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Das Leben zeigte sich für den frisch verheirateten Johann Lucas Schönlein von seiner sonnigsten Seite. Durch die Hochzeit mit Therese war er als Schwiegersohn des Regierungsrates und Landtagsabgeordneten Philipp Heffner endlich auch in der gehobenen Würzburger Gesellschaft angekommen. Die Ehe war glücklich, und schon bald konnte sich das junge Paar über Nachwuchs freuen. Die erste Tochter erblickte am 27. September 1828 das Licht der Welt und wurde zwei Tage später im St.-Kilians-Dom zu Würzburg getauft. Die Wahl des Namens fiel wohl nicht schwer. Da beide Großmütter Margaretha hießen, gab es hier sicherlich wenig Spielraum für Diskussionen; als offizielle „Taufzeugin“ ist Thereses Mutter in das Buch der Dompfarrei eingetragen. Von klein auf wurde das Mädchen aber nur „Etha“ genannt, und dieser Rufname blieb ihr für ihr gesamtes Leben erhalten. Nur etwa eineinhalb Jahre später, am 2. März 1830, wurde dann die zweite Tochter geboren und auf den Namen Anna getauft. Sie war ein zartes Mädchen von etwas schwächlicher Konstitution. Die kleine Familie wohnte im Zentrum Würzburgs in der Domerschulstraße 13 gleich gegenüber dem Eingang zum alten Universitätsgebäude (Abb. 11.1).