Wir wissen seit den Rutherford’schen Streuexperimenten an Atomkernen, dass die Kernphysik maßgeblich durch andere Wechselwirkungen geprägt ist als die Atomphysik. Während die Kräfte zwischen Atomkern und Elektronenhülle elektromagnetischer Natur sind, muss innerhalb von Kernen eine völlig andere und wesentlich stärkere Art von Kraft wirken. Dies folgt schon aus der Vielzahl von Kernen im Periodensystem der Elemente, die trotz der elektrischen Abstoßung zwischen den auf engstem Raum gepackten Protonen stabile Bindungszustände bilden.

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Phänomenologie der starken Wechselwirkung

  • Owe Philipsen

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Wir wissen seit den Rutherford’schen Streuexperimenten an Atomkernen, dass die Kernphysik maßgeblich durch andere Wechselwirkungen geprägt ist als die Atomphysik. Während die Kräfte zwischen Atomkern und Elektronenhülle elektromagnetischer Natur sind, muss innerhalb von Kernen eine völlig andere und wesentlich stärkere Art von Kraft wirken. Dies folgt schon aus der Vielzahl von Kernen im Periodensystem der Elemente, die trotz der elektrischen Abstoßung zwischen den auf engstem Raum gepackten Protonen stabile Bindungszustände bilden.