Widerstand ist ein natürlicher und unvermeidbarer Teil des Beratungsprozesses, insbesondere bei der Bearbeitung von sensiblen Themen, die oft mit Schuld und Scham behaftet sind. Statt Widerstand als negativ zu betrachten, wird er im MI als wertvolles Signal dafür gesehen, dass der Klient den Prozess als zu schnell, überfordernd oder bevormundend erlebt. Widerstand entsteht beispielsweise, wenn der Klient das Gefühl hat, dass seine Entscheidungsfreiheit eingeschränkt wird. Widerstand ist daher in der Denkweise des MI immer berater-induziert und sollte dem Berater Anlass geben, sein Vorgehen anzupassen. Das Kapitel stellt verschiedene Methoden vor, um Widerstand zu erkennen und abzubauen. Dazu zählen u. a. aktives Zuhören, Spiegeln, paradoxe Interventionen, Umdeutungen (Reframing) und die Betonung der Wahlfreiheit des Klienten. Es wird betont, dass Berater eine Haltung einnehmen sollten, die Widerstand akzeptiert, ihn erforscht und ihn als Teil des Beratungsprozesses begreift. Die Arbeit mit Widerstand erfordert Flexibilität, Geduld und die Bereitschaft, den Klienten auf Augenhöhe zu begegnen. Ziel ist es, den Widerstand zu nutzen, um die Motivation zur Verhaltensänderung langfristig weiter zu stärken.

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Widerstand

  • Barbara Metzger

摘要

Widerstand ist ein natürlicher und unvermeidbarer Teil des Beratungsprozesses, insbesondere bei der Bearbeitung von sensiblen Themen, die oft mit Schuld und Scham behaftet sind. Statt Widerstand als negativ zu betrachten, wird er im MI als wertvolles Signal dafür gesehen, dass der Klient den Prozess als zu schnell, überfordernd oder bevormundend erlebt. Widerstand entsteht beispielsweise, wenn der Klient das Gefühl hat, dass seine Entscheidungsfreiheit eingeschränkt wird. Widerstand ist daher in der Denkweise des MI immer berater-induziert und sollte dem Berater Anlass geben, sein Vorgehen anzupassen. Das Kapitel stellt verschiedene Methoden vor, um Widerstand zu erkennen und abzubauen. Dazu zählen u. a. aktives Zuhören, Spiegeln, paradoxe Interventionen, Umdeutungen (Reframing) und die Betonung der Wahlfreiheit des Klienten. Es wird betont, dass Berater eine Haltung einnehmen sollten, die Widerstand akzeptiert, ihn erforscht und ihn als Teil des Beratungsprozesses begreift. Die Arbeit mit Widerstand erfordert Flexibilität, Geduld und die Bereitschaft, den Klienten auf Augenhöhe zu begegnen. Ziel ist es, den Widerstand zu nutzen, um die Motivation zur Verhaltensänderung langfristig weiter zu stärken.