Ein Magnesiummangel wird häufig in der Labormedizin übersehen, da routinemäßig gemessene Serummagnesiumwerte häufig mit einem zu tiefen unterem Normbereich angegeben werden. Dazu trägt bei, dass für das Serummagnesium lange kein einheitlicher und evidenzbasierter Referenzbereich existierte. Ergebnisse selektiver Literaturrecherchen im Zeitraum 2000 bis 2020 waren: Das Serummagnesium besitzt nur eine begrenzte Aussagekraft, da die Konzentration im Blut durch Magnesiumfreisetzung aus Speichern lange Zeit aufrechterhalten werden kann. Ein erniedrigtes Serummagnesium ist ein sicheres Zeichen für einen Magnesiummangel, im Referenzbereich, besonders im Unteren liegende Werte schließen Mangelzustände jedoch nicht aus. Dennoch sollte das Serummagnesium Bestandteil der Routinediagnostik sein, in Kombination mit der Klinik und Anamnese des Patienten, um Magnesiummangelzustände besser aufdecken zu können. Deshalb ist ein einheitlicher und evidenzbasierter Referenzbereich erforderlich. Die aktuelle Datenlage spricht dafür, den unteren Grenzwert des Serummagnesiums, der bisher häufig im Bereich zwischen 0,66 und 0,75 mmol/l angegeben ist, auf 0,85 mmol/l (2,1 mg/dl) anzuheben.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Magnesium-Referenzwerte

  • Klaus Kisters,
  • Oliver Micke

摘要

Ein Magnesiummangel wird häufig in der Labormedizin übersehen, da routinemäßig gemessene Serummagnesiumwerte häufig mit einem zu tiefen unterem Normbereich angegeben werden. Dazu trägt bei, dass für das Serummagnesium lange kein einheitlicher und evidenzbasierter Referenzbereich existierte. Ergebnisse selektiver Literaturrecherchen im Zeitraum 2000 bis 2020 waren: Das Serummagnesium besitzt nur eine begrenzte Aussagekraft, da die Konzentration im Blut durch Magnesiumfreisetzung aus Speichern lange Zeit aufrechterhalten werden kann. Ein erniedrigtes Serummagnesium ist ein sicheres Zeichen für einen Magnesiummangel, im Referenzbereich, besonders im Unteren liegende Werte schließen Mangelzustände jedoch nicht aus. Dennoch sollte das Serummagnesium Bestandteil der Routinediagnostik sein, in Kombination mit der Klinik und Anamnese des Patienten, um Magnesiummangelzustände besser aufdecken zu können. Deshalb ist ein einheitlicher und evidenzbasierter Referenzbereich erforderlich. Die aktuelle Datenlage spricht dafür, den unteren Grenzwert des Serummagnesiums, der bisher häufig im Bereich zwischen 0,66 und 0,75 mmol/l angegeben ist, auf 0,85 mmol/l (2,1 mg/dl) anzuheben.